Die Eifelstrecke

Die Vorgeschichte der 1871 freigegebenen Eifelbahn, der ersten Bahnverbindung zwischen Trier und der Rheinachse, begann im Jahr 1846 mit der Gründung eines "Eisenbahn-Komitees" in Düren, das den Antrag für eine Bahnlinie von Düren nach Trier an die Rheinische Eisenbahngesellschaft stellte.

Erst 1853 erhält die "Eifeleisenbahngesellschaft" Genehmigung zum Bau und Betrieb der Eifelstrecke und 1854 sollte mit dem Bau des ersten Streckenabschnitts Düren-Schleiden begonnen werden. Die politische Lage und Finanzierungsschwierigkeiten zögern den Baubeginn weiter hinaus. Erst als eine direkte Verbindung zwischen Köln und Trier auch aus militärischen Gründen erwogen wird kommt wieder Bewegung in die Angelegenheit.

Nach einer langwierigen Planungsphase wird nach weiteren 10 Jahren endlich der erste Streckenabschnitt Düren Euskirchen eröffnet. Die Forderung des preußischen Verkehrsministers, dass von den Eifler Gemeinden das gesamte für den Bahnbau notwendige Gelände kostenlos bereitgestellt wird, führt zu schwierigen Verhandlungen, da es ja nicht nur um kommunalen Grund und Boden geht, sondern weil die armen Gemeinden im Notstandsgebiet Eifel nun auch noch die finanziellen Mittel für den Ankauf von privatem Gelände aufbringen mußten. 1868 werden dann die Arbeiten für die Reststrecke nach Trier aufgenommen; 1870 erreicht die Eifelbahn mit dem Ort Glaadt den ersten Ort im Kreis Daun; nachdem zunächst die Bahn für den Rücktransport deutscher Truppen aus Frankreich genutzt wurde, wird die Eifelstrecke am 1. Juli 1871 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Die Streckenführung der Eifelbahn durch das Kylltal war nicht unumstritten. In einem ersten Gutachten wird eine Eisenbahn durch das Kylltal als ungeeignet eingestuft, weil "auf langen Strecken ein so eingeengtes, mit hohen Felswänden versehenes Terrain und in einzelnen Teilen so starke Neigungsverhältnisse, da die Ausfhrung einer Eisenbahn durch dasselbe ganz unausführbar wäre." Man hat sich aber wegen fehlender Alternativen trotzdem zu dieser Trasse entschieden. Gerade im tief eingeschnittenen und stark mäandrierenden "unteren Kylltal", mußten etliche Tunnel gebaut werden.